Rundgang durch das Museum

Hamburger Sezessionisten

Masereel, Zuneigung
Frans Masereel, Zuneigung

Wir starten im Souterrain des Hauses, wo Werke der Hamburger Sezessionisten gezeigt werden. Bilder von Emil Maetzel, Alma Del Banco, Karl Kluth, Ivo Hauptmann, Eduard Bargheer, Otto Fischer Trachau , um nur einige zu nennen, hängen neben Arbeiten von Freunden des Sammlers Italiaander, wie z.B. Farbholzschnitte von Paul René Gauguin, dem Enkel des berühmten Südseemalers oder auch Zeichnungen von Frans Masereel, Hans Arp, Fritz Kronenberg und Edwin Scharff. Daneben stehen beeindruckend klassisch geformte Tier- und Menschenskulpturen von Pierre Schumann. Auch die Schöpfungen mancher Doppelbegabten finden sich dort: beispielsweise das einzige Bild des Schauspielers und Regisseurs Gustaf Gründgens, eine Gouache des Dichters Hans Leip und mehrere zarte Blumenmotive und Keramiken der Hamburger Ehrenbürgerin Loki Schmidt.

Volkskunst pazifischer Raum

Häuptlingsstuhl aus Papua Neuguinea
Häuptlingsstuhl aus Papua Neuguinea

Gerade im Aufbau befindlich ist im Nebenraum eine Präsentation mit Volkskunst aus dem pazifischen Raum. Zu sehen sind bemalte Schilde, Masken und Schnitzereien, die aus Papua Neuguinea, aus dem dortigen Sepikgebiet stammen.

Im angrenzenden Kinderzimmer sind Puppen und Spielzeuge aus Afrika und Asien zu sehen, teils von Kindern gemalt und hergestellt.

Naive Malerei aus Europa

Moritz, Elefant
Peter Morawietz, Der lila Elefant

Eines der Herzstücke des Museums ist die nebenan zu sehende Ausstellung mit klassischer und moderner naiver Malerei aus Europa. Die französischen Altmeister wie Louis Vivin, Hector Trotin und der Pole Nikifor sind ebenso vertreten wie auch die Berliner Brüder Willy und Kurt Mühlenhaupt und Friedrich Schröder-Sonnenstern. Von den neueren Namen sind zu nennen: Erich Bödecker, Bruno Epple u.a.

Amerika und Lateinamerika

Der Markt und der Hügel
Rosina Becker de Valle (Brasilien), Der Markt und der Hügel

Die erste Etage ist den amerikanischen und dem asiatischen Kontinent vorbehalten. Malereien der Eskimos finden sich dort wie auch Bilder nordamerikanischer Meister, dazu naive, farbfreudige Schöpfungen aus Haiti, Brasilien, Cuba und Guatemala. Eine Wand ist dem mexikanischen Altmeister Jesus Reyes Ferreira gewidmet, dessen Werk während der großen Erdbebenkatastrophe in Mexiko-Stadt vernichtet wurde.

Asiatische Kunst

Ebenfalls im ersten Stockwerk findet sich eine munter zusammengestellte Sammlung asiatischer Kunst. Thailändische Tempelfiguren und wertvolle Tempelfahnen finden sich dort ebenso wie Bilder von meist unbekannten Malern aus Japan, Vietnam, Irak und Iran, Pakistan und anderen asiatischen Ländern. Indien ist mit Jamini Roy vertreten, einem der berühmtesten Künstler des Landes.

Kleinfiguren

In einer großen Vitrinenwand finden sich Kleinfiguren aus Elfenbein, Ton und Eisen; Totems darunter und Göttersymbole, Buddhas und Gelbgüsse mit erotischen Motiven.

Balinesische Kunst

Baruk Johannes der Täufer
Baruk (Bali), Johannes der Täufer

Zwei weitere Räume sind der klassischen wie der modernen Balinesischen Kunst gewidmet. Die traditionellen Motive wie Hahnenkampf und Reisanbau finden sich neben illustrierenden Bildern zur Heiligen Schrift.

Afrika-Abteilung

Aethiopische Volkskunst
Äthiopische Volkskunst, König Salomon und die Königin von Saba

Im Dachgeschoss findet sich die berühmte Afrika-Abteilung des Museums. Schnitzereien, Skulpturen, Masken und Totems aus den frühen 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich dort ebenso wie moderne Kunst aus der kongolesischen Kunstschule von Poto-Poto, nahe Brazzaville, in der Rolf Italiaander anregend tätig war. Neben kongolesischen Künstlern sind auch solche aus dem Senegal, Sudan, Nigeria, aus Südafrika und den Magreb-Staaten vertreten.

Das Treppenhaus schließlich zeigt Blumen- Pflanzen- und Landschaftsbilder aus aller Welt.